Marktrückblick und -ausblick

Marktticker

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Marktrückblick und -ausblick 25. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Inflationsaussichten und die Wachstumsprognosen geben wenig Anlass zu Hoffnungen, dass die US-Notenbank Fed ihren quantitativen Straffungspfad überdenken würde. Die Aus-sage von US- Präsident Joe Biden am Montag, dass er bis Ende der Woche über eine Ausset-zung der Benzinsteuer nachdenke, um den Preisdruck auf die US-Verbraucher abzumildern, wirkte nicht gerade beruhigend auf die Märkte. In den USA hat sich auch der Immobilienmarkt abgekühlt. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Hausverkäufe im Mai um 8,6 Prozent zurück. Auch der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juni auf 52,4 nach 57 Punkten im Mai, was deutlich unter den erwarteten 56 Punkten lag. Dies weist auf eine wei-ter abnehmende Dynamik der Industrietätigkeit hin.
24.06.2022 | 21 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 24. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, eine ereignisreiche Woche geht zu Ende und die Nachrichtenlage ist zurzeit alles andere als erfreulich. Der Start in die Woche war schon turbulent genug, denn die Renditen von Staatsanleihen hatten bereits am Montag (und dem vergangenen Freitag) den stärksten Zwei-Tages-Anstieg seit Jahrzehnten erlebt. Hauptgrund ist die unerwartet hohe US-Inflation, die Ende der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Die Verbraucherpreise in den USA haben sich im Mai gegenüber Vorjahr um 8,6 Prozent verteuert und lagen über den Erwartungen von 8,3 Prozent. Die Anleiherenditen von US-Staatsanleihen stiegen daraufhin sprunghaft an, was auch die Aktienbörsen unter Druck setzte. Die negativen Überraschungen bei den Daten zu Inflation und Inflationserwartungen der privaten Haushalte vom vergangenen Freitag waren dann auch für die Fed ganz offensichtlich zu viel: Die Kapitalmärkte mussten erneut Zinserhöhungen in mehreren Ländern verkraften, allen voran das starke Signal der US-Notenbank Fed, die den US-Leitzins um satte 75 Basispunkte nach oben schraubte und damit den größten Zinsschritt seit 1994 ging. Da die Fed noch weit von ihrem Inflationsziel entfernt ist, kündigte sie weitere Zinsschritte an.
17.06.2022 | 20 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 23. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer Sitzung am Donnerstag wie erwartet für Juli eine erste Zinserhöhung angekündigt. Mit der Anhebung um 0,25 Prozentpunkte wird damit nach elf Jahren die Zinswende eingeläutet. Weitere Anhebungen, voraussichtlich ab September, dürften angesichts der aktuellen Inflationsentwicklung folgen. Über deren Höhe wird rege diskutiert, stehen derzeit auch größere Einzelschritte von 0,5 Prozentpunkten zur Debatte. Darüber hinaus wird das Anleiheankaufprogramm Ende Juni auslaufen, die EZB wird danach nur noch fällige Wertpapiere reinvestieren. Die Finanzmärkte verhielten sich im Vorfeld der Notenbanksitzung zunächst abwartend. Im Verlauf des Donnerstags drehten dann die Aktienmärkte nach der EZB-Entscheidung ins Minus. Auch an den Anleihemärkten prägten Kursverluste das Geschehen, die Renditen stiegen weiter an.
10.06.2022 | 18 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 22. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in den letzten Handelswochen bestimmten Konjunktursorgen das Marktgeschehen. Anleger befürchteten vor allem in den USA einen Rückgang der Konsumausgaben. Dadurch wurde die Sorge vor womöglich weiter steigenden Preisen in den Hintergrund gedrängt. In den vergangenen Tagen fielen einige Wirtschaftsdaten besser als erwartet aus. So stieg der US-Einkaufsmanagerindex (ISM) im Mai von zuvor 55,4 auf 56,1 Punkte an. Im Vorfeld hatten Analysten mit einem Rückgang auf 54,5 Zähler gerechnet. Der regelmäßig vor einer US-Notenbanksitzung veröffentlichte Konjunkturbericht „Beige Book“ zeigte allerdings größere regionale Unterschiede auf. In einigen US-Bundesstaaten fällt das Wachstum nur noch moderat aus. Einige Firmen berichten auch von ersten Einstellungsstopps. Hieran dürften allerdings auch die hohen Lohnkosten einen Anteil haben. In Summe lässt sich sagen, dass die US-Wirtschaftskraft weiter an Dynamik verlieren dürfte. Ein Einbruch ist aber nicht auszumachen. Für Rückenwind sorgt weiterhin der feste Arbeitsmarkt. Im Mai wurde ein Stellenaufbau in Höhe von 390.000 vermeldet, erwartet waren nur 318.000 neue Jobs. Der Lohndruck ließ dabei etwas nach.
03.06.2022 | 20 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 21. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, im Mittelpunkt der Marktteilnehmer standen auch in dieser Woche die Sorgen vor einer möglichen Wachstumsabschwächung. Die vorgelegten Konjunkturdaten gaben letztlich nur bedingt Aufschluss. Mit den Einkaufsmanagerindizes wurden zwar wichtige Frühindikatoren veröffentlicht, doch die Aussagekraft war begrenzt. In Europa tendierten die Umfragewerte in Summe seitwärts, in Deutschland konnten sie sogar leicht steigen. Hierfür war vor allem eine gute Lagebeurteilung ausschlaggebend. Angesichts der vielfältigen Belastungsfaktoren aus hoher Inflation, Krieg in der Ukraine, Lieferproblemen und der Konjunkturschwäche in China möchte man meinen, dass dies ausgesprochen positiv zu interpretieren sei. Doch die Lieferprobleme und der hohe Auftragseingang der Vormonate haben für einen gewissen Rückstau in der Produktion gesorgt, der zunächst noch abgearbeitet werden muss. Somit ist die Auslastung im produzieren Gewerbe weiter hoch. Hinzu kommen Nachholeffekt im Dienstleistungssektor. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex zeichnete ein ähnliches Bild. Nach vorn betrachtet machte sich aber etwas Skepsis breit, ob die Belastungsfaktoren nicht doch stärker durchschlagen könnten als von den Chefeinkäufern angenommen.
27.05.2022 | 22 KB | HTML