Marktrückblick und -ausblick

Marktticker

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Marktrückblick und -ausblick 27. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, nach einem zunächst schwachen Wochenstart, in den USA war zudem am Montag Feiertag, setzte sich zum Wochenschluss hin an den Aktienmärkten und den mit Risiko behafteten An-leihesegmenten eine eher freundliche Tendenz durch. Die US-Börsen tendierten mehr oder weniger deutlich ins Plus, die europäischen Pendants wiesen den US-Vorgaben folgend eben-falls leicht positive Vorzeichen auf. Sowohl US- als auch Euro-Staatsanleihen erlitten hingegen im Rahmen der zum Wochenschluss sich etwas verbessernden Risikostimmung Kursverluste und verzeichneten damit einen leichten Anstieg der Renditen.
08.07.2022 | 20 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 26. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, es ist geschafft! Heute ist der 1. Juli und damit endet für alle Kapitalmarktanleger das erste Halbjahr. Hinter uns liegen denkwürdige sechs Monate, in denen zweifelhafte Rekorde aufge-stellt wurden, die wirklich niemand gern hätte sehen wollen. Der US-Aktienmarkt verlor, ge-messen am breiten S&P 500-Index seit Jahresbeginn 20 Prozent an Wert. Ende März waren es noch nur rund fünf Prozent gewesen. Damit folgten auf das schon schwache erste Quartal weitere negative drei Monate. Es ist damit das schwächste erste Halbjahr seit 60 Jahren. Dass die Verluste zuletzt so stark anstiegen lag daran, dass vor allem in den letzten Wochen die Re-zessionssorgen deutlich zunahmen. Entgegen den Erwartungen zu Jahresbeginn schwächte sich die Inflation nicht nach kurzer Zeit wieder ab. Sowohl in den USA als auch im Euroraum ist weiterhin ein hoher Preisdruck festzustellen, der sich mehr und mehr über den gesamten Warenkorb ausbreitet. Die Notenbanken sehen sich daher gezwungen, die Marktteilnehmer auf einen deutlichen restriktiveren geldpolitischen Kurs vorzubereiteten bzw. größere Zins-schritte als erwartet vorzunehmen. Gingen Anleger im März noch davon aus, dass der US-Leitzins Ende 2022 bei 2,4 Prozent liegen könnte, so wurden kürzlich sogar 3,4 Prozent vom Markt eingepreist. Dementsprechend nahmen die Wachstumssorgen mehr und mehr zu und lasteten damit dann auch noch stärker als im ersten Quartal auf den Aktienkursen. Auch für den DAX 40-Index ging es im ersten Halbjahr 20 Prozent abwärts.
01.07.2022 | 19 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 25. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Inflationsaussichten und die Wachstumsprognosen geben wenig Anlass zu Hoffnungen, dass die US-Notenbank Fed ihren quantitativen Straffungspfad überdenken würde. Die Aus-sage von US- Präsident Joe Biden am Montag, dass er bis Ende der Woche über eine Ausset-zung der Benzinsteuer nachdenke, um den Preisdruck auf die US-Verbraucher abzumildern, wirkte nicht gerade beruhigend auf die Märkte. In den USA hat sich auch der Immobilienmarkt abgekühlt. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Hausverkäufe im Mai um 8,6 Prozent zurück. Auch der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juni auf 52,4 nach 57 Punkten im Mai, was deutlich unter den erwarteten 56 Punkten lag. Dies weist auf eine wei-ter abnehmende Dynamik der Industrietätigkeit hin.
24.06.2022 | 21 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 24. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, eine ereignisreiche Woche geht zu Ende und die Nachrichtenlage ist zurzeit alles andere als erfreulich. Der Start in die Woche war schon turbulent genug, denn die Renditen von Staatsanleihen hatten bereits am Montag (und dem vergangenen Freitag) den stärksten Zwei-Tages-Anstieg seit Jahrzehnten erlebt. Hauptgrund ist die unerwartet hohe US-Inflation, die Ende der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Die Verbraucherpreise in den USA haben sich im Mai gegenüber Vorjahr um 8,6 Prozent verteuert und lagen über den Erwartungen von 8,3 Prozent. Die Anleiherenditen von US-Staatsanleihen stiegen daraufhin sprunghaft an, was auch die Aktienbörsen unter Druck setzte. Die negativen Überraschungen bei den Daten zu Inflation und Inflationserwartungen der privaten Haushalte vom vergangenen Freitag waren dann auch für die Fed ganz offensichtlich zu viel: Die Kapitalmärkte mussten erneut Zinserhöhungen in mehreren Ländern verkraften, allen voran das starke Signal der US-Notenbank Fed, die den US-Leitzins um satte 75 Basispunkte nach oben schraubte und damit den größten Zinsschritt seit 1994 ging. Da die Fed noch weit von ihrem Inflationsziel entfernt ist, kündigte sie weitere Zinsschritte an.
17.06.2022 | 20 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 23. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer Sitzung am Donnerstag wie erwartet für Juli eine erste Zinserhöhung angekündigt. Mit der Anhebung um 0,25 Prozentpunkte wird damit nach elf Jahren die Zinswende eingeläutet. Weitere Anhebungen, voraussichtlich ab September, dürften angesichts der aktuellen Inflationsentwicklung folgen. Über deren Höhe wird rege diskutiert, stehen derzeit auch größere Einzelschritte von 0,5 Prozentpunkten zur Debatte. Darüber hinaus wird das Anleiheankaufprogramm Ende Juni auslaufen, die EZB wird danach nur noch fällige Wertpapiere reinvestieren. Die Finanzmärkte verhielten sich im Vorfeld der Notenbanksitzung zunächst abwartend. Im Verlauf des Donnerstags drehten dann die Aktienmärkte nach der EZB-Entscheidung ins Minus. Auch an den Anleihemärkten prägten Kursverluste das Geschehen, die Renditen stiegen weiter an.
10.06.2022 | 18 KB | HTML