Marktrückblick und -ausblick

Marktticker

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Marktrückblick und -ausblick 38. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, es war die Woche der Währungshüter. Gleich 13 Zentralbanken tagten in den letzten Handelstagen. Das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer lag dabei auf der US-Notenbank Fed. Diese machte deutlich, bald mit einer Reduzierung ihrer Anleihekäufe beginnen zu wollen. Seit Dezember letzten Jahres habe die Wirtschaft deutliche Fortschritte gemacht. Wenn sich diese Entwicklung im Großen und Ganzen wie erwartet weiter fortsetzt, betrachtet es das Gremium als angebracht, das Tempo der Anleihekäufe bald zu reduzieren. Bei der Pressekonferenz wurde Powell noch deutlicher: Die Reduktion der Anleihekäufe könne bereits im November beginnen. Zur möglichen Dauer des Taperings äußerte er sich nicht: Die Anleihekäufe könnten Mitte des Jahres 2022 enden. Selbstredend betonte er aber auch, dass weder über den genauen Zeitpunkt des Beginns noch zur genauen Dauer bereits Entscheidungen getroffen worden seien. Ein Start noch in diesem Jahr würde der Fed die Möglichkeit einräumen, einen ersten Zinsschritt noch 2022 zu beschließen – falls es insbesondere die weitere Inflationsentwicklung erforderlich machen sollte. Powell erteilte Gedanken an einen möglichen Zinsschritt noch vor dem Tapering-Ende eine Absage. Damit versuchte er die Befürchtung zu zerstreuen, dass mit dem nun absehbaren Beginn des Taperings auch zwangsläufig der Beginn des Zinserhöhungszyklus naht.
24.09.2021 | 22 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 37. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, der drohende Zahlungsausfall des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande machte Marktteilnehmer nervös. Der Hang Seng-Index verlor in dieser Woche 4,9 Prozent, angeführt wurde der Verlustreigen von den nach Verkäufen größten Immobilienentwicklern Country Garden Holding (-17,7 Prozent) und Sunac China Holdings (-22,5 Prozent). Der jüngste Verkaufsreigen setzte ein, nachdem Evergrande am Donnerstag die vorübergehende Aussetzung des Handels mit Anleihen seiner größten Sparte Hengda Real Estate beantragt hatte. Zuvor hatte die Ratingagentur China Chengxin International die Anleihen von Hengda auf herabgestuft. Auch in den Tagen zuvor wurde der Handel mit den Titeln aufgrund der hohen Schwankungen immer wieder ausgesetzt. Bereits im Juni geriet Evergrande mit Zinszahlungen für Anleihen in Verzug. Getrieben wurden die Verkäufe von der Angst um einen ungeregelten Zahlungsausfall von Evergrande. Dieser hätte nicht nur massive Auswirkungen auf die betroffenen Banken sowie auf andere Bauträger, sondern auf den gesamten chinesischen Kreditmarkt. Die chinesische Regulierung arbeitet bereits an einem geregelten Zahlungsausfall, der zwar für institutionelle Anleger hart ausfallen dürfte. Denkbar wäre aber auch beispielsweise ein geringer Abschlag für Privatanleger und die Übernahme einzelner Assets und Immobilienprojekte durch Staatsunternehmen, was die Privatanleger beruhigen sollte. Doch selbst im Fall einer Insolvenz sollte ein Überschwappen der Risiken in andere Bereiche des chinesischen Marktes begrenzt bleiben. Ein internationaler „Lehman-Moment“ ist ebenfalls nicht zu befürchten: Die Probleme von Evergrande beschränken sich auf den chinesischen Markt, da das Unternehmen nicht stark global verflochten ist.
17.09.2021 | 22 KB | HTML

Marktberichte August 2021

Aktien: Weitere Zugewinne sorgen für Rekordstände
Renten: Leichte Verluste
15.09.2021 | 29 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 36. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt leicht den Fuß vom Gas und wird das Tempo ihrer PEPP-Anleihekäufe im vierten Quartal etwas drosseln. Dies wurde einstimmig vom EZB-Rat auf der Sitzung am Donnerstag beschlossen. Die Euro-Rentenmärkte reagierten mit rückläufigen Renditen auf den EZB-Entscheid. Im Vorfeld waren diese etwas angezogen, sodass in der Berichtswoche per saldo wenig Veränderung am Anleihemarkt zu beobachten war. In den USA verlief der Handel in engen Bahnen und unspektakulär. Die Aktienbörsen tendierten uneinheitlich, Asien zeigte sich weiterhin von der freundlichen Seite, während die Märkte in Europa und in den USA mehrheitlich leichte Verluste verzeichneten.
10.09.2021 | 21 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 35. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Preissteigerung in Deutschland und im Euroraum liegt weiter auf hohem Niveau. Gleichzeitig mehren sich vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am kommenden Donnerstag im Rat die kritischen Stimmen zur expansiven Geldpolitik. Vor allem stehen dort die Anleiheankäufe im Blickpunkt. Ungeachtet dessen hat aber die Aussicht auf ein lang anhaltend niedriges Zinsniveau und die fortgesetzte Erholung der Wirtschaft die Aktienbörsen in der Berichtswoche wieder begünstigt. Die großen Märkte lagen durchweg im Plus, teils wurden wieder Rekordstände erreicht. Im Staatsanleihesektor tat sich vor der EZB-Sitzung eher wenig. Bundesanleihen gaben etwas nach, deren Renditen stiegen leicht an.
03.09.2021 | 21 KB | HTML